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Posts Tagged ‘verletzungsoffen’

Die Männerarbeit der EKD  meint, daß auch Männer Opfer häuslicher Gewalt durch Partnerin oder Mutter sind und will sich diesem Thema auf einer Fachtagung nähern. So sehen wir das auch, deshalb haben wir den Männernotruf initiiert. Auch männliche Opfer brauchen Hilfe!

Jede Medaille hat eben zwei Seiten.  Näheres hier:

Mann als Opfer

 

„Männer sind so verletzlich“ singt Herbert Grönemeyer, „bitte gib nicht auf“ ergänzt Xavier Neidoo. Männer sind auch nur Menschen, verwundbar, mit Schwächen. Ihnen steht das gesamte Gefühlsrepertoire zur Verfügung, welches einen Menschen ausmacht. Sie kommen in Krisen und es gelingt ihnen manchmal sich wie Münchhausen am eigenen Schopf wieder hinauszuziehen, aber manchmal eben auch nicht. Sie sind verletzungsoffen und können Opfer werden.

Für diese Männer könnte der „Männerotruf“ hilfreich sein.

Schreiben Sie uns unter maennernotruf@gmx.de oder rufen Sie uns  unter der Rufnummer 0160/2180857  an.


Presse: In Königswinter bei Bonn hat sich ein schreckliches Familiendrama abgespielt.Ein Vater (36) warf sich mit seinem Sohn (2) vor einen ICE, berichtet die Polizei. Beide waren auf der Stelle tot. Die Mutter fanden die Beamten tot in der Wohnung:

Das könnte die Geschichte hinter der Pressenotiz sein

Alle 9 Tage ein Familiendrama, eine Beziehungstat in Deutschland, in der das derzeitige Täter-Opfer-Schema zu kurz greift.

Wenn  der Männernotruf  in erster Linie Männer anspricht, dann deshalb, weil es für männliche Opfer in Deutschland kaum Netzwerke gibt.

In den Medien ist ein Familiendrama eine flüchtige Notiz, die unser Herz einmal kurz durchschüttelt, bevor wir das Horoskop lesen oder uns dem Feuilleton zuwenden.  Nur selten halten die Medien es für wichtig aus der Schlagzeile eine Geschichte zu machen.

In einem solchen Familiendrama mit todbringendem Ende, gibt es weitere Protagonisten:

Eine Frau und Mutter als nächste Angehörige. In 80 % der Fälle will sie die Trennung und in ebensovielen Fällen hat der Mann keine Ahnung warum, wähnt die Familienwelt in Ordnung. Hier ist Handlungsbedarf!

Eltern und Schwiegereltern, die sich um Kinder und Enkelkinder sorgen, oder das Feuer noch schüren, weil sie sich auf eine Seite schlagen, anstatt der ganzen jungen Familie zur Seite zu stehen. Sie könnten Schuztengel für die Kinder sein, wenn sie wollten und wenn man sie ließe. Hier ist Handlungsbedarf!

Anwälte die gegen Honrar bereit sind „schmutzige Wäsche zu waschen“, obwohl es in Deutschland die Cochemer Praxis, als best practice Modell, bereits seit vielen Jahren gibt. Hier ist Handlungsbedarf!

Das Jugendamt mit seinen Diplom Sozialarbeitern, in der Mehrzahl Frauen, die angeben das Wohl des Kindes im Blick zu haben. Frauen sind Mütter oder könnten welche sein, scheinbar im doppelten Sinne Fachfrau für Mutter und Kind. Wer wagt das kritisch zu hinterfragen? Hier ist Handlungsbedarf!

Das Gericht mit seinen Richtern, Verfahrenspflegern und Gutachtern, die das Recht auf ihrer Seite wähnen und doch merken einige, das ihre Hände gebunden sind und Fairness und Menschlichkeit, der gesunde Menschenverstand im Verfahren auf der Strecke bleiben können. Hier ist Handlungsbedarf!

Und Kinder, die diesem Drama schutzlos ausgeliefert sind. Jedes Kind, das Opfer eines, wie auch immer gearteten Familiendramas ist, klagt uns alle an.  Hier ist Hanldungsbedarf!


Fragen sich diese Beteiligten, welcher ihr Anteil am Tod eines 2 jährigen Kindes an der Hand seines Vater auf den Bahngleisen sein könnte? Wagen sie es der Antwort ins Gesicht zu schauen?

Mein Mann und ich finden die Situation der männlichen Opfer und solcher, die in ihrer Not zu schrecklichen Lösungen greifen,  mittlerweile unterträglich und haben uns deshalb entschlossen einen „Männernotruf“ einzurichten. Wir wollen aufmerksam machen auf die Verletzlichkeit der Männer.

Wer hier Konkurrenz mit der weiblichen Opferrolle wittert, verkennt die Situation. Jeder Mensch kann Opfer sein, unabhängig von Alter, Hautfarbe, Nationalität oder GESCHLECHT.

Wir wollen nicht, daß Männer (oder Frauen) in eine solche Zwangssituation geraten und sich selbst oder Familienangehörigen Gewalt antun.  Wir möchten einen Anstoß für mehr Unterstützungsangebote für seelisch und emotional in Not geratene Männer sein.

Auf ein persönliches Wort

Wir möchten mit diesem Blog Männern in Not helfen und bitten um Kommentare, Anfragen, Anregungen und Unterstützung, damit der Männernotruf professionell und kraftvoll realisiert werden kann. Vielleicht erweitern Sie das männerkoopeerative und -unterstützende Netzwerk und gründen auch in Ihrer Region einen „Männernotruf“.

Der MännerNotruf wird derzeit ehrenamtlich geführt. Wir fordern jedoch einen bundesweiten kostenfreien Männernotruf  und eine Hilfenetzwerk, ähnlich den Frauennetzwerken, um Männern  fachlich qualifiziert und mit öffentlicher Förderung helfen zu können.

Der Mann ist Mensch und als solcher verletzlich. Opferhilfe ist Hilfe ohne Ansehen der Person!

Monika und Harald Ebeling

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